Birgit Jürgenssen

 "'Birgit Jürgenssen ist das Missing link, das endlich entdeckt wird, für die Geschichte nicht nur des österreichischen Feminismus zwischen Maria Lassnig und Valie Export, sondern auch für die internationale Bewegung der Frauenkunst von Francesca Woodman bis Cindy Sherman. Sie hat aufgrund ihrer surrealistischen und strukturalistischen (ethno-strukturalistischen) Tradition in diesem Spektrum eine universale Position inne. Um ihren Rang zu verstehen: Birgit Jürgenssen stellt eine zeitgenössische Position dar in Fortsetzung von Meret Oppenheim und Louise Bourgeois.'

(...) Zu ihren Lebzeiten konnte Birgit Jürgenssen keinen hohen Bekanntheitsgrad erreichen. Erst seit 2007 - infolge der Aufarbeitung ihres Nachlasses - zählt sie posthum zu den Künstlerinnen der feministischen Avantgarde: Ausgehend vom emanzipatorischen Potential des Surrealismus und im Dialog mit dem gesellschaftskritischen Diskurs ihrer Generation entwickelte sie seit Ende der 1960er-Jahre eine vielschichtige und stilistisch mannigfaltige Kunst. Der weibliche Körper und seine Metamorphosen stehen im Zentrum ihrer zeichnerisch, malerisch und fotografisch dominierten Arbeit."

                                                                                                               (Aukt. Kat. Wien, im Kinsky, 2011: 84. Auktion.
                                                                                                               Meisterwerke. 10.05.2011)

 

 

© 2010 GALERIE422 - MARGUND LÖSSL - AN DER TRAUNBRÜCKE 9-11 - A-4810 GMUNDEN
Tel. +43 664 24 20 411 und +43 699 100 78 030 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!